Überraschende Reduzierung der Einspeisevergütung ab August 2018

Nachdem über ein Jahr die Vergütungssätze für Solarstrom aus Photovoltaik unverändert waren, wurde die Branche von dem starken Zubau in Höhe von 342 MWp im Juni 2018 überrascht. Im Mai wurden lediglich 216 MWp fertig gemeldet. Durch die neue Berechnungsmethodik (Das Halbjahresergebnis wird auf das Jahr umgerechnet.) wirkt sich der hohe Juni-Wert doppelt aus, mit der Konsequenz, dass der rechnerisch ermittelte Jahreswert bei 2,726 MWp liegt- knapp über der Grenze von 2.500 MWp. Dadurch sinkt die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen, die in den Monaten August, September und Oktober fertiggemeldet werden, um jeweils 1 %.

Die schrittweise Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Hierbei ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils ein Prozent vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird nach § 49 Abs. 2 Nr. 1 EEG zusätzlich um 1% pro Monat abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 bis 3.500 Megawatt pro Jahr bewegt.

In den letzten Jahren wurden das Zubauziel nicht erreicht, daher hat sich die Branche an gleichbleibende Vergütungssätze gewöhnt. Die Reduzierung weckt Solarteure und Investoren gleichermaßen auf. Denn durch die Reduzierung der Vergütung sinkt die Wirtschaftlichkeit von  Solaranlagen. Wer mit dem Kauf einer Solaranlage schwanger geht, sollte nicht mehr abwarten, da die Einspeisevergütungssätze bei ähnlichem Zubau in den nächsten Monaten weiter fallen werden. Brancheninsider gehen davon aus, dass der Solarmarkt wieder leicht anzieht.

Es bleibt abzuwarten, ob die Anbieter von Solaranlagen ihre Preise anpassen. Durch den Wegfall der Zölle auf chinesische Module ist einerseits Luft in der Kalkulation, andererseits werden viele Solarteure auf Grund der guten Nachfrage und des geringen Angebots auf ihren Preisen verharren.

Aktuell können wir Ihnen noch Solarprojekte anbieten, die bereits in Bau sind und die Anbieter die Preise um die Degression der Einspeisevergütung reduziert haben.

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